Es ist uns eine Ehre, unsere Gastfreundschaft in einem
historisch-geschuetztem Gebaeude anbieten zu koennen. Inzwischen ist es so normal geworden, unsere Geschichte zu erzaehlen, sodass wir uns entschieden haben, zum Anlass des
hundertjaehrigen Jubilaeums unserer Aktivitaet einen Bilderband zu erstellen, der dem Hotel Benaco und unserer Familie gewidmet ist, die bereits
seit Generationen diese Arbeit mit Leidenschaft weiterfuehrt.
Klicken Sie auf das unten stehende Logon und das Buch oeffnet sich:
Am 20. Juni 2012 das Hotel Benaco hat aus den Händen des Bürgermeisters von Nago und Torbole im Auftrag der Autonomen Provinz Trient mit dem renommierten Label "Historisches Trentiner Firma" für weltliche Aktivitäten zur Qualität soll erhalten und das Sorgerecht für das besondere architektonische und historische Elemente Gastfreundschaft des Hohen Garda Trentino Fremdenverkehrsamt.
Kurze Geschichte ueber Reisende und Besucher in Torbole
Torbole am Gardasee ist schon seit Urzeiten ein Durchreiseort und wird von Menschen bewohnt, die bereits seit der Jungsteinzeit Jagd und Fischfang betrieben. Man erntete auch Beerenfruechte und Wurzeln am Monte Baldo, aus dem nach der Eiszeit (vor ca. 10.000 Jahren) ein riesiges Reservoir mit einer reichen Flora und Fauna geworden war.
Mit der Entwicklung der
pre-roemischen Zivilisation, zuletzt das
Volk der Raeter, die in unseren Trentiner Alpen lebten, wurden Zeichen gesetzt, die mit der Zeit greifbar und immer offensichtlicher wurden. Funde aus der Jungsteinzeit wurden an vielen Stellen im Zentrum von Torbole entdeckt, ebenso bei der Burg Castel Penede, bei den Schluchten von Doss-Tenin bis hin zu den Haengen des Monte Baldo und sogar am Gipfel des Monte Altissimo, dem alten Verbindungsweg zwischen der Hochebene des Brentonico und dem Etsch-Tal.
Im ersten Jahrhundert nach Christus erobert das roemische Reich unsere Region, somit auch Torbole und Riva, und unterwerfen sie der roemischen Provinz, wie aus Grabsteinen und Inschriften, die im Museum von Riva aufbewahrt sind, hervorgeht.
In Torbole spricht man von
einem Tempel, der der roemischen Gottheit gewidmet war, dort wo sich heute die panoramische Kirche Sant' Andrea erhebt. Unter den vielen Legenden, die von Torbole existieren, gibt es auch die des gewaltigen Erdrutsches, der in den ersten Jahrhunderten des christlichen Zeitalters das alte Dorf ueberrollte, das heute angeblich unter dem Park Busatte begraben sein soll.
Gegen 1000 nach Christus wird Torbole mehrmals mit der Definition der Besitztuemer der grossen Kloester der Po-Ebene, die riesige Grundstuecke mit Olivenbaeumen rund um den ganzen Gardasee verwalteten, in Zusammenhang
gebracht.
Gegen 1200, besagt die Legende, dass der grosse Dichter und Gruender der italienischen Sprache Dante Alighieri einige seiner Verse in Torbole gedichtet haben soll, mitten vor der beeindruckenden Landschaft und des Panoramas des Gardasees, von den Felsen der Burg
Castel Penede aus.
In der Renaissance beginnt Torbole Ziel der ersten Reisenden zu werden, wie z. B. des grossen Albrecht Duerer, der von Nord-Europa bis Richtung klassischem Rom reiste, auf der Suche nach dem Geist, der die europaeische Zivilisation belebte. In diesen Jahrhunderten war es ratsam, den Gardasee als Verkehrsweg zu benutzen, anstatt dem gefaehrlichen Etsch-Tal. So auch der franzoesische Philosoph Michel Eyquem de Montaigne, als er im
Jahr 1580 in Torbole vorbeikam.
Im Jahr 1786, mitten im Zeitalter der Aufklaerung, erreicht J. W. Goethe Torbole und beschreibt in seinem Tagebuch die zwei Tage seines Aufenthaltes am Gardasee. Eine poetische und zugleich wissenschaftliche Schilderung, ein raffinierter Geist, der die Schoenheit einer Landschaft einzufangen weiss, die fuer ihn zum ersten mal mediterran und nicht alpin erscheint.
Im 19. Jahrhundert kommt eine unzaehlige Menge von Malern, Kuenstlern, Dichtern und Wissenschaftlern in Torbole an, um auf den Spuren von J. W. Goethe die "Reise nach Italien" des grossen deutschen Poeten (sowie Dante A. fuer die Italiener) nachempfinden zu koennen. Unter dem Einfluss dieser Welle beginnt in Torbole die Aera des organisierten Tourismus, der anfaenglich noch elitaer erschien, bald aber zum Massentourismus ueberging um schliesslich die heutigen schwindelerregenden Zahlen zu erreichen.
1899 kommt auch Hans Lietzmann, ein Berliner Maler, nach Torbole und beschliesst hier zu bleiben. Mit Geist und Mut gruendet er die vielleicht erste Schule in Norditalien, die Malerei von Aktmodellen in freier Natur lehrte. In dieser Zeit war Torbole reich an beruehmten Besuchern, nur um zwei zu nennen:
Sigmund Freud und Franz Kafka.
Auch viele andere
beruehmte Wissenschaftler und deutsche Kuenstler liebten es, waehrend ihrer Ausfluege nach Torbole eine
Lachsforelle auf der Terrasse des Hotels Restaurants Lago di Garda zu geniessen.
Mit dem Ausbruch des
ersten Weltkrieges wird Torbole von der Auswanderung der gesamten Bevoelkerung erschuettert, die in Massen nach Oesterreich gebracht werden. In der Tat, bis zum Jahr 1918 unterlag Torbole dem Reich der Habsburger.
Nach dem Zusammenstoss wurde Torbole wieder Italien zugeteilt und befand sich in einer tiefen wirtschaftlichen Krise. Viele grosse Hotels mussten bald schliessen und andere Aktivitaeten sich verkleinern. Die Landwirtschaft und der Fischfang blieben mindestens bis zum Jahr 1950 die wichtigsten Einnahmequellen.
Nach dem zweiten Weltkrieg, ab der 50er Jahre, mit dem wirtschaftlichen Aufschwung Europas wurde Torbole Objekt neuer Investitionen und mit Beginn der Bauindustrie bis schliesslich zum Tourismus hin erfolgte innerhalb von dreissig Jahren eine totale Veraenderung der Wirtschaft, die bis heute hauptsaechlich aus Tourismus besteht.
Text von Claudio Nodari
Uebersetzung von Anita Benezeder